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Nicht auch noch die Kaltluftschneise zubauen
Angesichts neuer Hitzerekorde weltweit und besonders in der Kessellage Stuttgarts darf die einzige Frischluftschneise der Stadt nicht mit einem neuen Stadtteil zugebaut werden. Die Abteilung Stadtklimatologie hat wissenschaftlich belegt, wie die nächtliche Kaltluftzufuhr von den Hängen und aus Kaltental Richtung Neckar der Aufheizung der Stadt entgegenwirkt und wie eine Bebauung von Gleisvorfeld und Rosenstein diesen Effekt blockiert. Luftaustausch und -kühlung kämen weitgehend zum Erliegen.
Es liegt in der Verantwortung des Gemeinderats, des Stuttgarter OB Nopper und von Baubürgermeister Peter Pätzold, Grüne, die Menschen vor den Gefahren extremer Temperaturen zu schützen, von denen besonders ältere Mitbürger*innen bedroht sind.
Da angesichts des viel zu kleinen S21-Tiefbahnhofs der Kopfbahnhof mit ziemlicher Sicherheit ohnehin erhalten bleiben muss, ist es jetzt an der Zeit, die Reißleine zu ziehen. Der Rosensteinplanungsstab sollte aufgelöst werden und die vielen qualifizierten Planer*innen sollten sich stattdessen auf Maßnahmen des Hitzeschutzes für die unter der Extremhitze leidenden Menschen, besonders in den dicht besiedelten Innenstadtbezirken, konzentrieren.
Am Abend des 30. Juli findet im Rathaus eine von einem breiten Klimabündnis vorbereitete Veranstaltung mit Stadträt*innen zur angestrebten Klimaneutralität der Stadt Stuttgart statt. Dort ist u.a. Gelegenheit, erste Schritte auch in die Richtung zu planen, wie Stuttgart hitzeresilient werden kann. Einladungen folgen.
Kontakt: Matin Poguntke 0151 403 602 56, Werner Sauerborn: 0171 320 98 01
