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Ermitteln statt Wegducken!
Beschwerde zur Einstellung der Strafanzeige gegen Bahnvorstände und Aufsichtsräte
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13.07.2010 10:54 Alter: 3 Jahre
Zähltag ist der 27. März
So werden sich die Macher herausreden, weil Stuttgart 21 am Ende doch gestoppt werden muss ...
Leserbrief vom 13.7.2010 an die Stuttgarter Zeitung
- Atom-Mappus sagt:
Das Land ist von der Bahn zutiefst enttäuscht. Ich und meine CDU Landesregierung hätten nie gedacht, dass die Bahn mit einer derartig mangelhaften Planung in das Projekt gehen und uns damit so sehr belasten würde. Besonders ärgerlich ist für mich, dass das Land von den Planern der DB niemals über die Kostenproblematik oder über technisch - organisatorische Probleme offen informiert wurde - wir sind der DB geradezu ins Messer gelaufen. Dieses Projekt hat sich zum unkalkulierbaren Desaster für das Land und für unsere Politik entwickelt. Ich erkläre es hiermit aus Überzeugung ein für alle Mal für beendet und werde prüfen lassen, ob das Land gegenüber der Bahn berechtigte Schadensersatzansprüche geltend machen kann - in der Krise muss ich die Verluste klein halten. - Daimler-Schrempp-Bahn-Grube sagt:
Die DB wollte Stuttgart 21 nie, da es für die Bahn weder finanzierbar noch bahntechnische sinnvoll oder erforderlich war. Das haben nicht nur Herr Ludewig durch die damalige Beendigung von S 21, sondern zu Beginn seiner Amtszeit auch Herr Mehdorn mehrfach deutlich gemacht.
Da aber das Land Baden-Württemberg (Herr Oettinger) und die Stadt Stuttgart (Herr OB Schuster), die Region und der Flughafen Stuttgart dieses Projekt für städtebaulich und wirtschaftlich unverzichtbar erklärten und die DB vollkommen überraschend mit sehr hohen Milliardenbeträgen (mehrmals aufgestockt) bei der Finanzierung unterstützten, konnten wir uns diesem Ansinnen aus finanziellen Überlegungen heraus nicht mehr verschließen. Wenn jetzt plötzlich das Land die Prioritäten anders setzt, werden wir das Projekt beenden und die Partner auf Schadensersatz verklagen. - Trump Tower-Schuster sagt:
Ich bin enttäuscht, dass die DB mit derart mangelhaften Plänen und Finanzierungskonzepten dieses "Leuchtturmprojekt" der Stadt Stuttgart zum Scheitern geführt hat. Ich kann keinerlei schuldhaftes Verhalten bei mir finden, bin aber überzeugt, dass die Grünen (insbesondere Herr Wölfle) und die Gruppe der S 21 Gegner durch ihr linksradikales, aufsässiges und undemokratisches Verhalten am Versagen der DB eine große Mitschuld tragen.
Mich trifft das Ende des Projektes persönlich sehr und ich bedauere, dass mein unermüdlich visionärer Einsatz für diese Stadt auf diese Art und Weise enden muss. Ich bin aber auch sehr froh, dass das mit 67 000 Unterschriften geforderte, nach meiner Meinung aber undemokratische Ansinnen auf Bürgerbefragung durch das Verwaltungsgericht ausgehebelt wurde - dies ist für mich ein Zeichen für eine stabile Demokratie im Land und ich gehe mit diesem Bewusstsein über meine Leistung gerne in den Ruhestand als OB der Stadt - mein Nachfolger soll die offenen Fragen regeln. - SPD Versenker-Drexler sagt:
Ich habe, wie mit der DB abgesprochen, die Kommunikation mit den Bürgern so organisiert und durchgeführt, dass daraus keinesfalls unpässliche oder störende Erkenntnisse gegen das Projekt bei den Bürgern entstehen konnten. Ich halte die Bahn, das Land und die Stadt nach wie vor für seriöse Projektpartner und muss leider sagen, und das bedauere ich sehr, dass die Bürger mit geradezu krimineller Energie und vielen störenden Manövern dieses, nach allen Regeln der Demokratie beschlossene, Projekt trotz bester Argumente dafür unmöglich gemacht haben. Ich werde aber weiterhin mit voller Kraft und Engagement meine Partei dazu bewegen, Stuttgart 21 nicht fallen zu lassen - es ist ja durchaus möglich, dass diese wunderbare Vision doch noch zum Tragen kommt - und dann wollen wir auf jeden Fall wieder mit dabei sein.
Alles läuft ab sofort nur noch nach der Regel:
Wer zuerst zuckt ist vielleicht im Vorteil - bekommt aber sicher den Schwarzen Peter - und der wird gerade noch ausgewürfelt !
Das K 21 Bündnis wäre prädestiniert - steht aber dafür nachweislich zu sehr außerhalb des S 21 Kartells.

