Aktuelles:
Bagger steht nicht still
Das von der Bevölkerung und dem Aktionsbündnis zu Recht erwartete Zeichen eines Abriss-Stopps ist ausgeblieben. Damit fehlt für das Aktionsbündnis die Grundlage für ein ernst gemeintes, ergebnisoffenes Gespräch zwischen Projektpartnern und Gegnern...
Aus der Stadt verabschiedet
In einer von OB Schuster angesetzten Besprechung appellierten die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Werner Wölfle, und SÖS/Linke, Hannes Rockenbauch, in aller Eindringlichkeit an OB Schuster und ihre Fraktionskollegen von CDU, SPD,...
S-Bahn-Baustellenfahrplan wird zum Dauerärgernis
Verkehrsclub fordert Entschuldigung und angemessene Entschädigung der Fahrgäste
Bund will Finanzierungvereinbarung zur Neubaustrecke aufschnüren
Kretschmann: Schon jetzt kein Geld mehr da - Droht jetzt weitere Kannibalisierung wichtiger Bahnprojekte?
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Bundestag muss Entscheidung revidieren
Winfried Hermann: Baustopp und Moratorium für Stuttgart 21 und Neubaustrecke
Zu den neuen Kosten der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und zum SMA-Gutachten zu Stuttgart 21 erklärt Winfried Hermann, Vorsitzender des Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:
Noch Ende 2008 hatten der Haushaltsausschuss und der Verkehrsausschuss des Bundestages grünes Licht für beide Projekte mit falschen, veralteten Zahlen und mangelhaften Informationen gegeben. Schon damals wurden Zweifel an den Zahlen und am Konzept geäußert, jedoch von der Mehrheit ignoriert. Inzwischen ist klar: Stuttgart 21 kostet nicht 2,5 Milliarden Euro, sondern mindestens 4,1 Milliarden Euro, am Ende wohl eher noch mehr. Denn die Einsparungen der Deutschen Bahn stehen bisher nur auf dem Papier und sind noch nicht vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt.
Die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm kostet seit heute nicht zwei Milliarden Euro, sondern knapp drei Milliarden Euro. Das ist eine atemberaubende Kostensteigerung um 50 Prozent. Dabei sind auch die jetzt genannten Mehrkosten irreal, denn zahlreiche Fachleute gehen davon aus, dass die Strecke eher vier bis sechs Milliarden Euro kostet.
Es bestehen massive Zweifel an dem präsentierten Zahlenwerk der DB AG. Wir werden die Kosten für die Neubaustrecke daher durch ein eigenes Gutachten überprüfen lassen und die Ergebnisse im September präsentieren.
Das SMA-Gutachten zeigt, dass mit Stuttgart 21 und der falsch geplanten Neubaustrecke Wendlingen - Ulm der Knoten Stuttgart nicht leistungsfähiger, sondern eher schwieriger wird. Mit Milliardenaufwand wird ein unterirdischer Tiefbahnhof gebaut, dessen Leistungsfähigkeit geringer ist als die des Stuttgart-Cannstatter Vorstadtbahnhofes.
Es ist angesichts der offenkundigen Engpässe bei der Finanzierung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland völlig widersinnig, in Stuttgart und auf der Strecke nach Ulm Milliarden zu verschwenden zur Verschlechterung des Bahnverkehrs.
Die gravierenden Mängel und die erneute Kostenexplosion des Projektes Stuttgart 21 sind unhaltbar. Wir fordern einen sofortigen Baustopp und ein Moratorium für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen?Ulm. Wir brauchen jetzt endlich vernünftige und bezahlbare Alternativen wie das Konzept des Kopfbahnhofs 21.


