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19.01.2011 11:57 Alter: 2 Jahre

"Alternativlos"

 

Aktionsbündnis begrüßt Unwort des Jahres 2010

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 begrüßt die Kürung des Begriffs "alternativlos" zum Unwort des Jahres 2010. Das Wort wurde im Jahr 2010 vielfach benutzt, besonders prominent von Bundeskanzlerin Angela Merkel, um das Prestigeprojekt Stuttgart 21 gegen den Willen der Bevölkerung durch zu drücken. Im Stuttgarter Schlichtungsverfahren letzten Herbst konnte das Aktionsbündnis überzeugend darlegen, dass mit dem Konzept Kopfbahnhof 21 sehr wohl eine vernünftige Alternative besteht, die in fast allen Belangen dem Milliardenprojekt überlegen ist und dies sogar noch zum halben Preis.

Gerhard Pfeifer, BUND-Regionalgeschäftsführer weist darauf hin, dass der Begriff "alternativlos" schon seit Stuttgart 21 aus der Taufe gehoben von den Projektbefürwortern inflationär verwendet wurde. Die Kritik an dem von Anfang an umstrittenen Bahn- und Immobilienprojekt sollte im Keime zu erstickt werden.  Pfeifer: "Seit dem ersten Tag der offiziellen Bekanntgabe von Stuttgart 21 am 18. April 1994 haben Umwelt- und Verkehrsverbände, wie u.a. der BUND und VCD,  in Hunderten Pressemitteilungen, zig Pressekonferenzen und zahllosen Veröffentlichungen dargelegt, dass mit einer Modernisierung des Kopfbahnhofs eine bessere Alternative zu Stuttgart 21 besteht."

Diese Alternative wurden im Laufe der letzen 16 Jahre mehrfach weiterentwickelt und optimiert,  jedoch von vielen Politikern, aber auch von etlichen Medien, nicht wahrgenommen und zum Teil bewusst unterdrückt.

Für das Aktionsbündnis ist daher der Begriff "alternativlos" nicht nur das Unwort für das Jahr 2010, sondern für die gesamte Periode der letzten 16 Jahre Planung- und Genehmigungsphase Stuttgart 21.