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Bundesverkehrsministerium warnt vor erheblichen Preissteigerungen im Tunnelbau
Wölfle: Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 sieht sich in seinen Warnungen vor ausufernden Kostensteigerungen im Projekt Stuttgart 21 bestätigt
Im Bericht des Verkehrsministeriums zur Preisentwicklung bei Großprojekten des Bundes, der diese Woche dem Haushaltsausschuss des Bundestages zugestellt wurde, werden deutliche Preissteigerungen in der Größenordnung von mindestens 7 bis 10 Prozent seit Anfang 2007 konstatiert, unabhängig von Größe und Komplexität der Maßnahmen.
Überproportionale Preissteigerungen treten ein, wenn das Bauprojekt einen hohen Stahlanteil aufweist.
Besonders gravierende Preissteigerungen müssen im Tunnelbau einberechnet werden. In diesem Sektor sind die Preise noch einmal erheblich stärker gestiegen, z.T um 30 Prozent gegenüber 2005, wie die FAZ berichtete.
Nahezu exorbitante Preissteigerungen (bis zu 60 Prozent) sind im Eisenbahnbau, hier aktuell bei (Groß-)Projekten mit speziellen Anforderungen, zu verzeichnen - beispielsweise Tunnelprojekte.
Werner Wölfle, MdL und verkehrspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen: "Damit wurde die Diffamierung des VIEREGG-RÖSSLER-Gutachtens durch OB Schuster eindeutig widerlegt. Nicht das Gutachten ist unseriös, sondern das Vorgehen der Projektbetreiber, die ein milliardenschweres Bauprojekt ohne eine nachvollziehbare und der Öffentlichkeit zugängliche Kalkulation durchziehen wollen.
Schon wenn eine Preissteigerung von nur 20 Prozent seit 2005 angesetzt wird, verteuern sich die angeblich seriösen Zahlen der Projektbefürworter um weitere 400 Millionen Euro. Von wegen 'absolut seriöse Gesamtkalkulation', wie Oettinger behauptet.
Dass die Projektbetreiber weiterhin mit einer Preissteigerung in Höhe von jährlich 1,5 Prozent seit 2004 rechnen, ist ein Skandal! Da hilft auch kein Öffentlichkeitsarbeiter, da müssen Fakten her."


